Didaktisches Design

 

Der Prozess des didaktischen Designs im Blended Learning umfasst Zieldefinition, Analyse des didaktischen Feldes, Explizierung des didaktischen Konzeptes (= Planung, Gestaltung), Umsetzung, Durchführung und Optimierung eines eLearning-Vorhabens.

 


Zieldefinition




Analyse


des didaktischen Feldes



Rahmenbedingungen

Zielgruppe

Studienziele

Charakteristika des Gegenstandes


 


didaktisches Konzept



Lerntheoretische Verortung

Lernumgebung (Lernplattform, didaktische Wissensorganisation, Mediengestaltung, Kommunikationsmedien etc.)

Lehr- und Lernaktivitäten (Methoden, Aufgabenstellungen, Rollen, Sozialform des Lernens)




Umsetzung


auf der Lernplattform


 


Durchführung


der Blended-Learning-Lehrveranstaltung


 


Optimierung


der Blended-Learning-Lehrveranstaltung



Qualitätssicherung



 

Die differenzierte Darstellung eines Semesterkonzeptes kann durch Visualisierung des semesterbezogenen Ablaufs (z. B. Planungsunterlage, Designplaner) erfolgen.

Beim Prozess der Gestaltung des didaktischen Designs geht es nicht darum, eine “beste didaktische Methode zu finden und anzuwenden” (Kerres, 2004, S. 10ff), sondern ein Vorhaben an den Parametern des didaktischen Feldes auszurichten und mit den Potenzialen digitaler Medien einen didaktischen Mehrwert zu generieren.

Für eine gut durchdachte Gestaltung sind folgende Schritte zu empfehlen:

  1. Ziele definieren
  2. Rahmenbedingungen bestimmen
  3. Zielgruppe analysieren
  4. Studienziele formulieren
  5. Gegenstandsbereich charakterisieren
  6. lerntheoretische Verortung bestimmen
  7. Lernumgebung gestalten
  8. Lehr- und Lernaktivitäten planen, gestalten und durchführen.

Die Definition von Zielen, die Bestimmung der Rahmenbedingungen und der Zielgruppe, die Formulierung von Studienzielen und die Charakterisierung des Gegenstandsbereiches sowie die lerntheoretische Verortung bilden die Grundlage für die Wahl und Gestaltung der Lernumgebung und die Auswahl von Lehr- und Lernaktivitäten. Begleitet wird dieser Planungsprozess je nach Umfang von Methoden zur Qualitätssicherung und des Projektmanagements (Zeitplanung mit Meilensteinen, Ressourcen- und Finanzplanung).

 

Weitere Informationen

 

Literatur

Beetham, Helen (2004): Review: devoloping e-Learning Models for the JISC Practitioner Communities. Quelle: www.jisc.ac.uk/uploaded_documents/Review_emodels_draft.doc.doc [01.05.2006]

Berendt, Brigitte (2001): „Gut geplant ist halb gewonnen …“. Teilnehmerzentrierte Struktur- und Verlaufsplanung von Lehrveranstaltungen. In: Berendt, Brigitte u. a. (Hrsg.): Neues Handbuch Hochschullehre. Lehren und Lernen effizient gestalten. Bonn: Raabe Verlag

Bremer, Claudia (2001): Online Lehren leicht gemacht. Leitfaden für die Planung und Gestaltung von virtuellen Hochschullehrveranstaltungen. In: Neues Handbuch Hochschullehre. Lehren und Lernen effizient gestalten. Bonn: Raabe Verlag. Quelle: www.bremer.cx/paper13/artikelraabe_bremer03.pdf [01.05.2006]

Euler, Dieter / Sabine Seufert (2005): Learning Design: Gestaltung eLearning-gestützter Lernumgebungen in Hochschulen und Unternehmen. Quelle: www.scil.ch/publications/docs/2005-09-seufert-euler-learning-design.pdf [01.05.2006]

Kerres u.a. (2002): E-Learning. Didaktische Konzepte für erfolgreiches Lernen. Quelle: http://online-campus.net/edumedia/publications/jahrb-pe-wb-b.pdf [01.05.2005]

Kerres, Michael (2004): Gestaltungsorientierte Mediendidaktik und ihr Verhältnis zur Allgemeinen Didaktik. Quelle: mediendidaktik.uni-duisburg.de/onlineca.../edum.../public.../m+didaktik-kerres.pdf [12.10.2006]

Reinmann-Rothmeier, Gabi (2003): Didaktische Innovation durch Blended Learning. Leitlinien anhand eines Beispiels aus der Hochschule. Bern: Huber Verlag. S. 51 ff., S. 100 ff.


Dokumente

Planungsunterlage (.doc, 68 kb)

Designplaner (.doc, 36 kb)

 

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Letztes Update: [05.05.2007]