Aufgabenstellungen

 

Aufgabenstellungen stehen in engem Zusammenhang mit Studienzielen und gewählten Methoden. Sie sind verschriftlichte Arbeitsbeschreibungen oder Fragestellungen, um Lernprozesse in Gang zu setzen und zu sichern. Aufgabenstellungen kommen beim selbstgesteuerten individuellen Lernen sowie beim Lernen in Gruppen in Präsenz- und Online-Lernphasen zum Einsatz.

Aufgabenstellungen dienen der selbstständigen Wissenserarbeitung sowie der Wissensüberprüfung und können als standardisierte Aufgabenstellungen (z. B. Multiple Choice-Tests) für die individuelle Lernstofferarbeitung- und überprüfung aber auch als komplexe Aufgabenstellungen formuliert sein. In Verbindung mit Kommunikationsmedien (Diskussionsforen und Chatrooms) und mit in der Lernumgebung bereitgestellten Ressourcen bilden komplexe Aufgabenstellungen einen möglichen Ausgangspunkt für kooperative Wissensgenerierung.

Aufgabenstellungen dienen dazu, relevante Lernprozesse zu aktivieren. Auf das Studienziel abgestimmte Fragestellungen (Aufgabenstellungen) sollen die Lernenden anregen, sich mit dem Lerninhalt aktiv auseinander zu setzen.

 

 

Aufgabenstellungen


standardisierte Tests (z. B. Multiple-Choice-Tests)

komplexe Aufgabenstellungen


deklaratives Wisssen

prozedurales Wissen

kontextuelles Wissen


Die Entscheidung, welche Art von Aufgabenstellung für die jeweiligen Studienziele geeignet ist, hängt mit der Wissensart zusammen:

Wissensarten:

  • deklaratives Wissen: Faktenwissen; wissen, dass …

Deklaratives Wissen umfasst Fakten und Begriffe, die hinsichtlich ihres Abstraktionsgrades geordnet werden können. Es bezieht sich auf Begriffe eines Sachverhaltes und die Relationen zwischen diesen.

  • prozedurales Wissen: praktisches Wissen; wissen, wie …

Prozedurales Wissen bezieht sich auf spezifische Kompetenzen in einem Fachgebiet oder auf relativ allgemeine, metakognitive Strukturen.

  • kontextuelles Wissen: Wann ist wo welches Wissen anzuwenden?

Kontextuelles Wissen umfasst Problemlösungsstrategien für bestimmte Kontexte.

Standardisierte Aufgaben fördern zumeist das deklarative Wissen, während komplexere Aufgabenstellungen den Erwerb von prozeduralem und kontextuellem Wissen unterstützen.

 

Weitere Informationen

 

Literatur

Kerres, Michael u. a. (2004): Lernaufgaben gestalten. Lerner aktivieren mit didaktisch sinnvollen Lernaufgaben. In: Hohenstein, Andreas / Karl Wilbers (Hrsg.): Handbuch E-Learning. Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst. Quelle: online-campus.net/edumedia/publications/lernaufgaben-ke-pet1a.pdf [01.05.2006]


Links

E-Didact. Interdisziplinäres Zentrum für Hochschuldidaktik IZHD. www.izhd.uni-hamburg.de [01.05.2006]


Dokumente

Themenblatt: Assignments (Aufgabenstellungen) (.doc, 45 kb)

Planungsunterlage (.doc, 68 kb)

Designplaner (.doc, 36 kb)


Planung eLearning-Vorhaben

Überlegen Sie, wie Sie Aufgabenstellungen nutzen möchten und welche Art von Aufgabenstellung die geplanten Lernprozesse unterstützen? Speichern Sie Ihre Überlegungen in Ihre „Planungsunterlage.“

 

Feedback zu dieser Seite: silvia.grillitsch(at)univie.ac.at
Letztes Update: [06.06.2007]